Extremismus steht in reziproker Konjunktur zur wirtschaftlichen Entwicklung. Je dusseliger die produktiven Kräfte, desto konkurrenzfähiger werden die unproduktiven, die "revolutionären", destruktiven Kräfte.
Springen die produktiven Kräfte auf oder vereinen sie sich sonst wie, erhöht sich die Kriegsgefahr.
Aber das nur am Rande. Nur eine Vermutung. Weiter nichts.
Ich würde am Sonntag zu Deutschland halten, wenn ich die Nationalelf für "weltmeisterlich" halten könnte. Tue ich aber nicht. Dann im Moment eher Brasilien, obwohl auch die brasilianische Mannschaft nicht so überragend ist.
Diese WM war für mich die WM der weniger etablierten Außenseiter: Südkorea und Türkei, was nicht heißen soll, dass diese dann "weltmeisterlich" gewesen wären. - Es gibt dieses Mal keinen "verdienten Weltmeister". - Aber auch das ist vielen Weltmeisterschaften gemeinsam. :-)) Der Erfolg aus der Nähe betrachtet ist oft banaler. Wer sich vom zu sehr faszinieren lässt, dem fehlt vielleicht, was andere haben. Wer sich zu wenig faszinieren lässt, dem wird auch etwas fehlen: Der "Goldene Mittelweg"? Langweilig. Aber "Übertreibung" ist dumm.Der "eigene Weg" kann "eigen" sein. Warum soll der stets durch die Mitte führen? Dann müsste man überstark sein. Stattdessen auch mal über die Flügel, auch mal radikal, weite Vorstöße, Rückzug, Neuaufbau, bedachtes Zuspiel, überraschender Alleingang. Das ist Fußball und hat so auch mit Politik zu tun :-)
sven anlässlich Fußball-WM 2002