Misserfolge und Erfolge der INIDIA

Hallo LC,

die "hohen Tiere", die sich bei uns trafen, hatten den NS in der Hauptsache bereits "hinter sich". Unsere Webs sind hinsichtlich ihres Effekts nur schwer einzuschätzen. Manche sagen, es habe ihnen zum Ausstieg "verholfen", anderen nur "geholfen".

Ob nicht schon die "Selbstheilungskräfte des Lebens" eingesetzt hatten, kann man nicht ermessen, aber ich würde es vermuten.

Wieder andere meinen, unsere Webs "immunisieren" gegen rechtsextremistische Ideologie. 

Die meisten User finden es "einfach nur interessant", jetzt nach den Ferien klicken sie wöchentlich 100.000-fach allein die Seiten auf www.Inidia.de, vollkommen unabhängig von der "Konjunktur" des Themas in den Medien. Nur abhängig von Jahreszeit, Wochentag und Uhrzeit. Sie staunen, amüsieren, freuen, ärgern sich. Manche reagieren.

Und nicht zu vergessen die vielen, die behaupten oder recht damit haben, dass unsere Webs "nur oder überwiegend schaden". 

Das "nur" würde ich bestreiten, das "überwiegend" wäre tragisch, denn absolut nicht gewollt, aber vor diesem Problem stehen auch  Webs, die es anders machen. Und Demokratie muss experimentieren, muss eine Baustelle sein, ansonsten kann sie nicht mithalten.

Und das gilt auch schon dem anderen Teil Deines Postings, in dem Du zurecht das "Chaos" beklagst, ein "Chaos im Stillstand", konzeptioneller Phantasielosigkeit, Geschwindel, um sich darin Existenzen zu erhalten, den Parteien, den Verbänden, den Institutionen. Ob sie noch zu Zeit und Problemen passen, ist die Frage, die sie dann wirklich nicht mögen - und deshalb auch unsere Webs nicht immer.

Und Du hast auch mit Deiner auf der Kritik beruhenden Forderung recht, dass man die Therapie zu nennen hat.

Erst da trennen sich dann LEIDER die Wege:  Die meisten bleiben stehen, gaffen und jammern nur. Viele kritisieren nur " die anderen", als wenn die eigene Seite besser wäre. Wenige suchen nach Alternativen. Du deutest Deinen Weg mit "Legion Condor" an, andere schreiben sich Lenin auf die Fahnen, andere Religionen mit anderen Göttern, anderen Geboten und daraus sich ergebenden Feindbildern. 

Ich halte diese Wege sämtlich für gescheitert, wenn sie sich als "Einzigen" sehen, weil ich die Welt für mehr halte als all die Anschauungen von ihr. Und danach ist sie zu ordnen: in dieser Vielfalt dem Menschen die Freiheit erhalten, zuvörderst durch Frieden.

Deshalb bin ich nicht "Legion Condor", nicht "Lenin", sondern ich bleibe mal einfach "Sven" und versuche mit einzelnen Vorschlägen den "Patienten Menschheit" zu heilen. Als Haupttherapie scheint mir die Demokratie am besten, damit der Mensch mitbestimmt, auch wenn so viele glauben, dass besser Götter/Führer ihnen die Wege weisen. Aber so religiös bin ich nicht und sehe in den Göttern natürliche Menschen, die sich die Götter für ihre Vorstellungen dienstbar machen, mal gut, mal schlecht, sich also Götter nach Menschenbilde erschaffen, auch wenn sie das Umgekehrte glauben.

Und auch in den "Führern" sehe ich Menschen, die nur wenig besser sind als alle anderen auch, aber eben auch so schlecht und verheerend sein können, wie man es ihnen erlaubt - weshalb ich wiederum für Demokratie bin und für ein Recht, dass aus der Demokratie und zu ihrer Entwicklung geschaffen ist.

Jeder von uns hat Vorstellungen, aber es kommt darauf an, sie auch mal schriftlich zu formulieren, damit sie von anderen geprüft werden können und sich so korrigieren. Ich versuche das mit allerlei. Und überall tauchen auch riesige Probleme auf, die sich nicht einfach nur damit beschreiben, dass da ein "Feind" sei, sondern in den Lösungen selbst.

Die mir wichtigste Forderung ist die nach dem internationalen Frieden. Deshalb www.Friedensforschung.de für das "Globale" und auch meine Friedenspläne für Nahost, den ich allen politisch verhandelten Plänen für überlegen halte. Auch zum Irak, was man jetzt noch retten kann. Da kommt die Politik mir im Moment etwas näher. Aber egal. Kaum jemand fragt uns:-), was auch wieder ein Problem unserer Demokratie ist. Sie steht ganz groß überall, aber wenig wird getan, dass sie funktioniert, sich korrigiert.

Mir macht das übrigens wenig. Ich bin darin nicht mehr so radikal, sondern einer von sechs Milliarden, worauf ich ganz gern mal hinweise, dass da auch noch Leute außerhalb von Weißem Haus, EU-Kommission sitzen, die rein gar nichts mitbestimmen können, trotz UNO, weil eben auch die so wie sie ist, nicht funktioniert, weshalb wir auch über sie schreiben sollten: www.worldconvent.com, damit aus Deutschland nicht nur Schröder und Merkel sprechen, die an all dem nur ändern wollen, dass ihr "Gewicht" wächst und allenfalls instrumentalisiert das Gewicht von Milliarden Menschen.

Alles egal, LC, ich will Dich nicht mit meinem kompletten Weltbild nerven. Einzelne Fragen bringen da mehr. Mir wäre allerdings wohler gewesen, wenn Du hier nicht aus "Neugierig" zu "Legion Condor" geworden wärest, denn das sind die "Niederlagen", die ich eigentlich nicht will.

Grüße von Sven
Redaktion

Dialog-Lexikon