Selbstmord

Selbstmord ist ein zumeist unbedacht kriminalisierender Begriff. Zutreffender dürften die Begriffe Selbsttötung und Freitod sein.

>> Selbsttötungs-Depression

Kontext: Drogenmissbrauch

Selbstmord, lat. Suizid ist die häufigste Todesursache bei Drogenabhängigen.

Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 18% der Drogentoten Selbstmord begingen. Hinzukommt, dass viele Überdosen nicht als Selbstmord erkannt werden.

Die Suizidgefährdung Suchtmittelabhängiger wird insgesamt 5 bis 50mal höher als die der Durchschnittsbevölkerung geschätzt. So gaben bei einer Befragung nur die Hälfte aller Alkoholkranker an, noch nicht an Selbstmord gedacht zu haben.

Die Zahl der Suizide ist in Deutschland deutlich höher als die der Verkehrstoten. In den jüngeren Altersgruppen stellen sie nach den Verkehrstoten die zweithäufigste Todesursache .

Das Risiko, eine Suizidhandlung zu begehen, scheint im mittleren Lebensalter höher zu sein als bei den jüngeren Altersgruppen. 

Oft begehen Abhängige Selbstmord, die jahrelang ihr Suchtmittel konsumiert haben. Ein Leben mit Drogen macht für sie keinen Sinn mehr, ein Leben ohne können sie sich erst recht nicht vorstellen. Völlig vereinsamt und ohne Hoffnung nehmen sie sich dann das Leben. 

 

Bei Selbstmordgedanken kann man sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst seines Gesundheitsamtes wenden. Diese machen gegebenenfalls auch Hausbesuche und können Kontakte zu Kliniken oder ambulanten  Beratungsstellen herstellen.

Autorin Susan

siehe auch >>     Selbstmordattentäter  Selbstmord-Kommandos  Sterbefreiheit  Sterbehilfe  

Friedhof  Tod   

lexikalisch >> https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid 

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