Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" 
 

von Odysseus am 9.Jul.2002 15:47 


Ich besuchte vor kurzem die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944", die noch bis 21.07.02 in Leipzig, Alte Messe, Halle 14 zu sehen ist. Hier einige meiner Eindrücke.

Der Eintrittspreis ist eine Frechheit. Der volle Preis beträgt 6,50Euro, der ermäßigte 4,50Euro. Die Ausstellung ist im Grunde sehr übersichtlich gestaltet. Allerdings kann man Tage da drinnen verbringen. Es erwartet einen eine Unmenge an Texten, Audio- und Videobeiträgen. Die Anzahl der Fotos hält sich dagegen in einem recht bescheidenen Rahmen (im Vergleich zu den anderen Medien). Man erfährt Dinge, über die man eigentlich vorher wenig informiert war bzw. über die man nicht weiter nachgedacht hat. Die Kernaussage der Ausstellung ist, dass mind. einige hunderttausend (vielleicht sogar einige Millionen) der 18 Mio. unter Waffen stehenden Wehrmachtssoldaten bewusst an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt waren (nun gut, als ob Krieg kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wäre). Die Wehrmachtsführung war direkte Befehlsausgeberin für Massaker an der Zivilbevölkerung und die Soldaten willige Vollstrecker (auf dem Balkan wurden für jeden von den Partisanen verletzten dt. Soldaten 50 Zivilisten und für jeden getöteten 100 Zivilisten "hingerichtet"). In der Sowjetunion war es kein Verbrechen, wenn die Wehrmacht die Zivilbevölkerung angriff/tötete/quälte. Das Ziel war es, Osteuropa systematisch und bewusst zu säubern, um "Lebensraum" für das "deutsche Volk" zu gewinnen.
Obwohl ich mir nur einen Teil der Quellen anschauen bzw. anhören konnte, war ich doch sehr beeindruckt bzw. schockiert von dem, was ich sah. Das solls fürs erste erst mal gewesen sein. Fortsetzung folgt.

http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de

von martin010 am 16.May.2003 12:45 

Hi Stefan,

Antworten auf derartige Fragen hättest du dir leicht selbst verschaffen können, wenn du bereit wärst, einige, für