Gesinnungspazifismus

Von "Gesinnungspazifismus" ist häufige Rede, aber so recht plausibel nicht, denn wem Gesinnung und Theorie widerspricht, hat ein intellektuelles bzw. charakterliches Problem zu lösen oder verbleibt dem Dilemma. 

Gemeinhin wird "Gesinnungspazifismus" als eine ethisch begründete Abscheu vor Krieg und Gewalt beschrieben. 

Hmm, ich bestreite aber, dass die Ethik Aufhänger von Gesinnung ist. ist, aber dann wäre zunächst zu klären, was denn Gesinnung eigentlich ist: 

Gesinnung ist ..., na, was ist es wohl? 

Gesinnung ist, was der Wille aus dem Wissen und Gewissen macht.  Also leider oft schmiegsam und biegsamer als moralisch wünschenswert. 

Nur wäre solche Verbiegsamkeit für Pazifisten weniger typisch als für Mitläufer der Kriegstreiberei. 

Und selbst dann, wenn man der gebräuchlichen Definition zum "Gesinnungspazifismus" folgen wollte, macht sie keinen Sinn, denn das wäre ja so, als wenn Soldaten und Polizisten keine Abscheu beim Töten verspüren - und wären allesamt von sadistischen Motiven getrieben. 

Deshalb ist der Begriff "Gesinnungspazifismus" ungeeignet für den Diskurs um Pazifismus-Definitionen, es sei denn, man wende ihn auf brave Leute an, die ihre Sympathie für Pazifistisches theoretisch nicht sonderlich über immerhin prinzipiell zu begrüßende Gewalt- und Beißhemmungen hinaus begründen können. 

Markus S. Rabanus 2017-09-12

 

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