Nachrüstung, die mal wieder keine "Nachrüstung" war.

Zwischen November 1983 bis 1985 stationierten die USA in Westeuropa atomare Mittelstreckenraketen der Typen "Pershing 2" und "Cruise Missile", mit denen die Sowjetunion angegriffen werden konnte.

Auch der dt. Bundestag spielte mit, als er am 22. November 1983 der Stationierung zustimmte, obwohl eine nie zuvor größere Bevölkerungsmehrheit gegen ein Rüstungsvorhaben war, wie gegen diese angebliche "Nachrüstung" >> www.inidia.de/friedensbewegung.htm

War es "Nachrüstung" oder "Vorrüstung"?

Die Stationierung dieser Atomraketen wurde als "Nachrüstung" bezeichnet, weil die Sowjetunion in Osteuropa Mittelstreckenraketen stationierte, was als mörderische Bedrohung Westeuropas abzulehnen war, aber keine Gefahr für die USA darstellte, die sie hätte zur "Nachrüstung" berechtigen können, denn die sowjetischen Mittelstreckenraketen (im Westen "SS-20" genannt) konnten in Osteuropa stationiert auf keinen Fall die USA erreichen, wohl aber die us-amerikanischen Mittelstreckenraketen nunmehr die Sowjetunion.

Insofern wiederholte sich nun die Kuba-Krise von 1962 mit umkehrter Bedrohungsrichtung auf dem Boden Europas.

Durch die Entspannungspolitik Gorbatschows und schließlich mit dem Zusammenbruch des Ostblocks als politischem Rivalen des Westens wurden die Mittelstreckenraketen später wieder abgezogen.

Sven200605

 

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