Friedensdefinitionen

Im Frieden diktiert das Recht die Gewalt, während im Krieg die Gewalt das Recht diktiert.
msr200512

Wer den Frieden mit Ansprüchen überlastet, nimmt den Krieg nicht ernst genug.
msr20091009

andere Formulierungen:

Frieden ist Rechtsfrieden und Gewalt ohne Notwehr verboten. msr200512

Frieden ist Politik der Interessenwahrung nach Maßgabe gemeinsamen Rechts. 
Frieden ist ein Zustand, in dem auftretende Interessenwidersprüche gesetzlich geregelt sind.
Frieden ist ein Prozess, in dem politische Verhältnisse mit dem Recht geordnet werden. 
Krieg ist ein Prozess, in dem versucht wird, politische Verhältnisse mit militärischer Gewalt zu diktieren. 
msr

>> Krieg - die richtige Definition

Definitionsexperimente

Kommentar

Frieden ist die Abwesenheit von Krieg.

zwingend

Frieden ist das Gegenteil von Krieg.

möglich

Frieden setzt Gerechtigkeit voraus.

>> Nein

Frieden setzt Freiheit voraus.

>> Nein
Frieden muss Verhandlungsfrieden sein. >> möglichst
Frieden ist die Herrschaft des Rechts über die Gewalt. RICHTIG

Frieden ist die Herrschaft des Rechts über die Gewalt.

Diese Definition stimmt am ehesten, wenngleich solch Frieden längst nicht das Paradies auf Erden bedeuten müsste: Diktaturen etc.

Aber die Aufgabe lautete auch nicht, was "das Paradies auf Erden" sei, sondern was FRIEDEN ist.

Warum tut man sich so schwer, den internationalen FRIEDEN zu definieren, wenn doch kaum jemandem schwer fällt, den Frieden innerhalb eines Staates bzw. innerhalb der Gesellschaft zu definieren? 

Wer den Frieden innerhalb der Gesellschaft definieren will, spricht davon häufiger als "innere Sicherheit". Ihr dienen auf der Grundlage von Gesetzen vor allem die Justiz und die Polizei.

Die Diskussion zur "inneren Sicherheit" konzentriert auf zwei Felder:

1. die "innere Sicherheit" als innenpolitischer Frieden, dass sich also die innenpolitische Auseinandersetzungen im Rahmen der Gesetze halten, die mehr oder minder exakt vorschreiben, was erlaubt und was verboten ist. 
Die Anwendung von Gewalt ist regelmäßig verboten. Wer gegen solche Verbote verstößt, wird von den Staatsorganen als Rechtsbrecher verfolgt.

2. die "innere Sicherheit" als Schutz vor sonstiger Kriminalität.

Das Strafgesetzbuch nennt die wichtigsten Verbote und Rechtsfolgen bei Rechtsverstößen.

Die "innere Sicherheit" gilt als in dem Maße gewährleistet, wie der Staat durch Gesetz und Strafverfolgung politische und gewöhnliche Kriminalität im Griff hat und bestraft.

Die Diskussion zur "äußeren Sicherheit" konzentriert auf nur ein Feld:

Die "äußere Sicherheit" als Zustand zwischen den Staaten. 

Die "äußere Sicherheit" gilt als in dem Maße gewährleistet, wie sich die Staaten an ein Völkerrecht halten, das weder hinreichend Straftatbestände noch Rechtsfolgen benennt und die Vereinten Nationen nicht mit hinreichender Durchsetzungsmacht institutionalisierte, was vor allem daran liegt, dass die mächtigsten Staaten keine Bereitschaft zeigen, ihre nationale Souveränität oder Bündnis-Souveränität zugunsten der Weltorganisation einzuschränken.

Weitere Faktoren der "inneren Sicherheit" und "äußeren Sicherheit" sind der  internationale Terrorismus und das international organisierte Verbrechen.

msr2001/2003

Zentraler Arbeitsbegriff gegen den Krieg ist der Begriff >> Befriedung

>> Pazifismus  

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