Frieden und Freiheit

Viele Menschen denken: "Es gibt keinen Frieden ohne Freiheit." 

Falsch, denn es gibt zu viele Zustände, in denen es an Freiheit fehlt, aber genug Zufriedenheit zum Frieden ist. Oder unfreie Zustände, die friedlich gelitten werden, weil Aufbegehren zwecklos wäre oder für zu viele im Grab enden würde, die von der errungenen Freiheit schon mal gar nichts hätten. 

Ich halte von Sprüchen wenig, wenn sie Fehler reklamieren, indem sie Fehler provozieren, denn der zitierte Spruch läuft auf Kriegverharmlosung hinaus.
 
Ich halte von Sprüchen wenig, wenn sie so tun, als könne jeder Begriff für alles stehen, denn dann haben wir mit Begriffen nichts. 

Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit usw. sollten einander ergänzen, aber sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. 

msr200608/201408

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Wenn die Mafia zu mir käme und wollte monatlich unter Androhung von Gewalt, dass ich 200 Euro zahle, so stünde ich vor der Wahl, ob ich zahle und lebe in schlechtem Frieden oder ob ich den Streit wage und den schlechten Frieden breche. Und gut wäre, wenn es einen Staat gibt, der mich darin vertritt und den Streit zu meinen Gunsten entscheidet, gewinnt.

Wenn ein starker Staat einen schwachen Staat annektiert und der schwache Staat sich nicht wehrt, weil es aussichtslos wäre, so wäre kein Krieg, sondern schlechter Frieden, der immer noch besser als Krieg ist, in dem die unfreien Bürger chancenlos stürben. Und gut wäre, wenn es "Vereinte Nationen" gibt, die den stärkeren Staat dazu bringen, notfalls zu zwingen, den schwächeren Staat wieder in die Freiheit zu lassen. 

Der zwangsweise Befreiung wäre allerdings davon abhängig zu machen, ob es die Zustimmung der zu Befreienden gibt = kompliziert, a) Mehrheiten zu verifizieren, b) wenn Mehrheiten nicht nur über ihre eigenen Risiken entscheiden, sondern auch über die Risiken von Minderheiten.

Friedensdefinition  

Freiheit

Befreiungskriege 

gleichartiges Problem >> Frieden und Gerechtigkeit 

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