UNO-Gewaltmonopol
Der Verstand muss schärfer sein als alle Munition.

 

Mit UNO-Gewaltmonopol ist gemeint, dass die internationalen Streitigkeiten, sofern deren diplomatische Erledigung misslingt, einzig und allein von Institutionen der Vereinten Nationen verhandelt, entschieden und durchgesetzt werden darf, notfalls mit Kriegsmitteln. 

Das UNO-Gewaltmonopol ist nicht bloß Forderung, sondern geltendes Völkerrecht, wie es seine höchste Ebene in der UNO-Charta hat. 

Es ist erforderlich, dass dieses völkerrechtliche UNO-Gewaltmonopol um das >> Kriegswaffenmonopol ergänzt wird, da ansonsten das völkerrechtliche Gewaltmonopol unterlaufen werden kann, wie es fortlaufend geschieht. 

Beispielsweise verstößt Russland durch Beteiligung am Ukraine-Bürgerkrieg  gegen das UNO-Gewaltmonopol, beispielsweise verstießen NATO-Staaten gegen das UNO-Gewaltmonopol durch die Irakkriege, den Afghanistankrieg usw. 

Obgleich sich die NATO in Artikel 1 ihrer Gründungsakte zu den Prinzipien der Vereinten Nationen bekennt, unterläuft sie bspw. mit den "Peterberger Aufgaben" (1992) diese Prinzipien, indem sie sich in Regierungsabkommen zu militärischen Interventionen auch ohne UNO-Mandat für berechtigt erklärte. Das verstößt eklatant gegen UNO-Prinzipien und höhlt das völkerrechtliche UNO-Gewaltmonopol aus.

Markus Rabanus 2014 / 2015-01-12

siehe auch >> http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Voelkerrecht/mader.html 


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>> Pazifismus

 

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